Schülerakademie

Schülerakademie am Gymnasium Neubiberg

Seit dem Schuljahr 2011/12 wird am Gymnasium Neubiberg die Schülerakademie durchgeführt. Sie richtet sich an besonders begabte und überdurchschnittlich motivierte Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 6, 9 und 10. Die 20 Teilnehmer mit der besten Durchschnittsnote des Vorjahreszeugnisses werden zu Beginn des neuen Schuljahres eingeladen und nehmen dann an drei Projekten teil, die im Block über das Schuljahr verteilt organisiert sind.

Bisherige Projekte waren in der Jahrgangsstufe 6 u.a. „Orientierungslauf", „Gummibärchen selbst herstellen“ oder „Roboter programmieren“. Exkursionen führten ins „Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst“, um die Wanderausstellung „Wunderwelt Mathematik“ zu besuchen. In der Münchner Residenz erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblick in die Geschichte der Wittelsbacher und im Römer- und Keltenmuseum Manching, konnten während einer Führung durch die Überreste der Keltenstadt und das Museum das Leben der Kelten und der Römer in Germanien näher erfasst werden.

In der Jahrgangsstufe 9 erhielten die Teilnehmer bei Exkursionen zum DLR – School- Lab in Oberpfaffenhofen einen Einblick in Themen wie 'Robotik', 'Wetter und Klima', 'Infrarot- und Radarmesstechnik' und 'Raketen und Satelliten'. Unter fachkundiger Anleitung der Natur- und Ingenieurwissenschaftler wurde eigenständig experimentiert. Zudem durften die Schülerinnen und Schüler einen Teil des Kontrollzentrums der internationalen Raumstation begutachten sowie einen Nachbau des Raumfahrtlabors Columbus von innen live erleben. Während einer Exkursion ins Reichstagsgelände nach Nürnberg lernten die Schüler den Ort kennen, an dem sich das NS-Regime bis ins Jahr 1938 hinein feierte und inszenierte. An einigen der erhaltenen Monumentalbauten erkannten die Teilnehmer, wie weit die Bevölkerung durch die Ideologie des NS erfasst und beeinflusst wurde. Bei einer Exkursion nach Schwabing ins Univiertel lernten die Teilnehmer bei einer Führung das literarische Leben in München bis zum Beginn des Nationalsozialismus kennen. Auch der Besuch des Teilchenbeschleunigers ins Garching stand in den vergangenen Jahren bereits auf dem Programm.

Die Zehntklässler besuchten in den letzten Jahren das Max Planck Institut und erhielten erste Einblicke in die Molekularbiologie oder bei einem anderen Projekt in das Thema „Akustik und Licht. Weiterhin wurden Exkursionen nach Ingolstadt in das Armeemuseum oder nach Augsburg in die Fuggerei unhternommen. Hierbei standen die Jahrhunderte als Reichsstadt im Mittelpunkt. Unter anderem wurde die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Stadt dargestellt, wobei die Teilnehmer einen besonderen Einblick in eine Seelenheilstiftung des 16. Jahrhunderts erhielten, die heute die älteste noch erhaltene Sozialsiedlung der Welt ist. Der im TUMLab angebotene Chemie-Kurs „Was ist passiert?“ orientierte sich an Geschichten, die oft zur Unterhaltung am Lagerfeuer erzählt werden. Die Schülerinnen und Schüler sollten dazu zunächst Beweismittel untersuchen. Dafür standen Wasserproben, Gesteinsproben oder Stoffproben zur Verfügung, die auf verschiedene Weise analysiert wurden. Auf diese Weise konnten die Teilnehmer selbst als Forscher/innen arbeiten und zugleich eine kleine Kriminalgeschichte erfinden. Sehr interessant war auch eine Führung durch den bayerischen Landtag.

Am Ende des Schuljahres stellen die Schüler dann die Projekte im Rahmen des Schulfestes vor und erhalten Zertifikate über die Teilnahme.